Moodle – das E-Learning-System …

Hinter dem Begriff Moodle verbirgt sich ein ausgereiftes E-Learning-System mit dem virtuelle Lernumgebungen geschaffen werden können.
Der Name Moodle entstand aus der Abkürzung von „Modular Object-Oriented Dynamic Learning Environment“.
Das Programm ist Open-Source und kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden.

Bis in das Jahr 1999 reicht die Entwicklung der Software zurück. Zu diesem Zeitpunkt begann der Australier Martin Dougiamas mit der Programmierung von Moodle. Sein Ziel war es, ein Kursmanagement-System zu schaffen, welches das Lernen und Lehren in Online-Umgebungen vereinfachen sollte. Dougiamas war mit den vorherrschenden Lernplattformen unzufrieden und entwickelte daher Moodle im Rahmen seiner Doktorarbeit (welche er jedoch nicht abgeschlossen hat).
Dabei legte er den Schwerpunkt vor allem darauf, dass sein System auch für kooperative Lehr- und Lernmethoden (z.B. Gruppen- oder Partnerarbeit) geeignet ist.

Moodle ist derzeit die am weitesten verbreitete Online-Lernplattform. Mithilfe des Programms können virtuelle Online Kurse erstellt werden, welche nach einem Login durch den Nutzer verfügbar sind.
Es ist jedoch auch möglich, das Programm so zu konfigurieren, dass sich Gäste auch ohne Passwort einloggen können. Besondere Administrationsrechte können für den Ersteller der Lerneinheiten (Lehrer, Dozenten etc.) vergeben werden.
Die Inhalte der Kurse können zeitlich gegliedert werden, so dass den Nutzern zum Beispiel wöchentlich bestimmte Lerninhalte präsentiert werden. Die Lerninhalte bestehen aus hochgeladenen Lernmaterialien (Arbeitstexte, Verweise oder Dateien).
Zusätzlich besteht für die Lerner die Möglichkeit, alleine oder auch im Rahmen von Lerngemeinschaften, bestimmte Lernaktivitäten durchzuführen.

Dabei ist vor allem die Einbindung von Foren, Blogs, Wikis oder Tests hilfreich. Moodle bietet standardmäßig die Einbindung von Modulen, welche die Lernplattform mit zusätzlichen Funktionen ausstatten. Zu den Modulen gehören insbesondere Umfragesysteme, Chat, Messenger oder Testmodule (Multiple-Choice etc.).
Besonders vorteilhaft für den Kursleiter ist es, dass mit Moodle sogenannte „Aufgaben“ erstellt werden können. Über diese Funktion kann der Lehrer seinen Schülern bestimmte Aufgaben (z.B. Übungen) erteilen, welche innerhalb eines bestimmten Zeitraums abgegeben (hochgeladenen) werden müssen.

Der gewünschte Zeitrahmen kann vom Administrator selbst festgelegt werden. Moodle hat sich mittlerweile als Standard unter den Kurssystemen etabliert, dies wird vor allem durch den hohen Verbreitungsgrad im universitären Umfeld bestätigt.

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